Dienstag, 28. Januar 2014

Final Blog-Eintrag

Und nun schreiben wir schon den letzten Eintrag aus Indien! Das ist doch der Wahnsinn, wie schnell alles vorbei ist. Wir genießen die letzten Tage in vollen Zügen, denn das kann man in Indien wirklich gut!
Unsere 5 Tage in Kochin haben uns auch sehr gefallen, denn wir konnten mal wieder so viel Schönes von der Natur und Kultur erleben. Den ersten Tag verbrachten wir damit, die Sehenswürdigkeiten der Natur im Umfeld zu besichtigen und zu bestaunen. Hier nochmal ein riesiges Dankeschön an Crowley Mathew, der uns wirklich sehr geholfen hat mit allem. In Kerala sind die Wasserfälle traumhaft anzusehen und man kann dort Stunden verbringen.

Wasserfälle bei Kochin

 

Am nächsten Tag besichtigten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Stadt, also die Museen, Kirchen und auch die interessanten chinesischen Fischernetze, direkt am Wasser.


Die Fischernetze bei Kochin

Das Highlight war aber dann natürlich die 3-stündige private Bootstour durch die Backwaters. Man hört nur den leisen Motor und das Plätschern und genießt die wunderschöne Wasserlandschaft mit den Unmengen an Palmen um einen herum.


Bootstour durch die Backwaters


Abends waren wir immer total kaputt vom anstrengenden Tag und gönnten uns böses Fastfood, nämlich Pizza! Yummie. Das indische Essen ist zwar total lecker, aber nach 4 Monaten kann man den Reis und die Bohnen wirklich nicht mehr sehen. Wir freuen uns auf das heimische Essen, hehe!
Die letzten beiden Tage beschlossen wir, einen Tagesausflug nach Munnar zu machen - und wir müssen sagen, die lange kurvige Fahrt lohnt sich total! Hier gibt es nicht nur Wasserfälle und schöne Dämme, sondern eine wundervolle Aussicht auf die mit Teeplantagen bedeckte Berglandschaft.

Teeplantage bei Munnar

Auf dem Weg dorthin gibt es einen netten kleinen Gewürzgarten, mit netter Führung und anschließender Kaufberatung, welchen wir wirklich empfehlen können. Nach der Gewürzshoppingtour haben wir uns mal wieder in ein Boot getraut - dieses Mal wieder ein richtig schnelles Boot, welches durch das glitzernde Wasser düste.


Unsere Bootstour



Wenn wir unterwegs sind, gibt es immer was zu lachen!

Den Abend genossen wir am besten Aussichtspunkt von ganz Munnar, zu dem man erst einmal hinwandern muss, welcher sich aber zu besuchen lohnt , vor allem bei Sonnenuntergang ist die Stimmung wunderbar.
Den letzten Tag in Munnar verbrachten wir im Nationalpark - wobei dies eher  nur ein Weg ist, statt ein Park. Da wir früh zurückfahren mussten, blieb es nur bei dem Parkbesuch, den wir aber in vollen Zügen genossen haben. Wer einen richtigen Park sucht, mit Attraktionen oder anderem Spannendem, ist hier falsch. Wer jedoch eines der schönsten Fleckchen der Erde sehen möchte, ist genau richtig!
Nach diesen schönen 5 Tagen im warmen Kochin machten wir uns schweren Herzens zurück auf den Weg nach Delhi, in die eisige Kälte.



Der Flug startete bei Sonnenaufgang, Palmen, Wärme, Sommerfeeling. Wir landeten im Smog, bitterer Kälte, bei Gewitter, Regen, Sturm, bäääh. Aber das Unwetter war zum Glück nur eine Ausnahme und nach einem Tag Pause konnten wir die Delhi-Erkundungs-und-Shoppingtour machen.
Delhi ist wirklich riesig und wir waren so froh, dass es die Metro gibt. Mit dem Auto oder Tuktuk kommt man nicht weit. Also haben wir sämtliche Märkte, Shops und Malls abgeklappert um die perfekten Souveniers zu finden. Da wir am Anfang unserer Reise schon alle Sehenswürdigkeiten in Delhi besucht hatten, konnten wir uns jetzt auf das Shoppen konzentrieren ;)
Wir hatten aber auch ein kulturelles Programm, und zwar stand jetzt das Wichtigste auf dem Programm - das Taj Mahal. Wir freuten uns sehr darauf und fuhren früh morgens mit zwei Schwestern los. Der Anblick ist einfach phänomenal und wir bestätigen: Man MUSS es gesehen haben! Die 400km Fahrt lohnt sich, auch wenn es „nur" ein Gebäude ist. Es strahlt solch eine Schönheit aus und bei schönem Wetter leuchtet das Gebäude richtig.


Mit den Sisters am Taj Mahal

Da wir noch Zeit hatten, haben wir uns auch die schönen Gebäude des Agra Red Fort angesehen und staunten nicht schlecht, als wir das Taj Mahal noch einmal von weitem sehen konnten. Nach dem ganzen Hin und Her machten wir uns per Expressweg wieder auf die Heimreise - und wir empfehlen wirklich jedem, diesen Weg zu wählen, anstatt durch den gemeinen Verkehr zu müssen und stundenlang stehen zu müssen, sodass man erst spät in der Nacht ankommt. Das ist es wirklich wert!
Und mit einer letzten Delhi-Erkundungstour, bei der wir einfach die Stadt genießen und über Märkte laufen werden, endet unsere Mission schon wieder.
 

Unser Fazit: Wir sind ultraglücklich mit unserem Indienaufenthalt und würden es sofort wieder machen. Jetzt freuen wir uns aber trotzdem erst einmal wieder auf unsere Heimat und auf den Alltag mit unseren Liebsten. Die Zeit in Indien war einfach super und wir haben sehr sehr viel gesehen, erlebt und erfahren. Wer hätte schon gedacht, dass wir nach Indien etwas Hindi, Gebärdensprache und Malayalam können. Die Zeit in Hazaribagh hat uns sehr geprägt, ob es bei den Kindern, in den Schulen oder bei den Schwestern war. Es war immer spannend und interessant. Die Schwestern sind so herzliche Menschen und haben immer ein offenes Ohr. Noch nach unserem Aufenthalt in Hazaribagh, Ranchi, Delhi und Goa haben wir regen Kontakt mit den Schwestern. Uns haben die Schülerinnen in der St. Roberts Schule geprägt, die Gehörlosen die so viel Freude vermitteln, die „kleinen" Schwestern, die einen ganz anderen Lebensweg bestreiten als wir und vor allem auch Tarwa, das Aids-Krankenhaus. Wir konnten den Unterschied zwischen Indien Tourismus und indischem Alltag miterleben und oft waren wir sehr stolz, dass wir Indien und seine Einwohner, Ängste, Wünsche, Träume wirklich kennenlernen durften. Solch einen Einblick bekommt man als Tourist wohl nicht so einfach, wir aber waren mittendrinnen.
Diese Zeit wird uns bestimmt viel bringen, sei es im Beruf, beim Studium oder einfach im weiteren Leben. Wir haben gelernt, nicht einfach alles hinzuwerfen, wenn es eben mal nicht läuft, wie wir wollen oder dass man auf viele verschiedene Weisen an ein Ziel gelangen kann. Die englische Sprache hat außerdem auch viele Vorteile gehabt und nun sind wir (noch) sicherer darin. Alles in allem war es eine wundervolle Zeit und wir werden sie nie vergessen!
Danke an alle, die uns unterstützt und an uns gedacht haben. Wir sehen uns in Deutschland!
Eure Angelina und Eva

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